Da bin ich wieder; liege wieder auf meiner vertrauten roten Couch in meinem Wohnzimmer. Gestern mittag wurde ich entlassen, aber ich fühle mich als läge ich noch immer im Krankenhaus.
Zugegeben die Vorstellung der zweite Zyklus würde genauso laufen wie der erste war etwas blauäugig; das es aber so schlimm sein würde hätte ich nicht gedacht.
Originalzitat: "Könnte ich noch eine Brechschale haben"
Es fing mit dem ZVK an, der durchführende Arzt war nicht ganz so zärtlich wie die Ärztin vom letzten Mal (was jetzt keine Geschlechtspolitischen Diskussionen anfeuern soll) und so nennen ich und mein Kreislauf ihn einfach nur "ZVK des Grauens".
Wieder zurück in meinem Zimmer ein Wiedersehen mit alten Bekannten, zuerst kam die Pullerente und wurde wieder ordentlich an meinem Bett befestigt (die Schwester wollte es eigentlich an der Schublade vom Nachtschränkchen hängen, so nah wollte ich die Pullerente dann aber doch nicht haben). Als dann Isaac reingerollt wurde der erste Schock, durch Isaacs Vorderseite fuhr ein etwa Daumenlanger Riss; aber trotzdem versah er Stunde um Stunde, Tag um Tag seinen Dienst, Respekt!
Von der Behandlung ist es genauso gelaufen wie beim ersten Zyklus, am zweiten Tag gab es Bleomycin was mich wieder auf die Bretter geschickt hat, die restlichen Tage habe ich mich im 5 Stunden Takt übergeben und bin eine Symbiotische Beziehung mit meinem Bett eingegangen.
Aber bevor ich euch mit weiteren Einzelheiten langweile erzähle ich lieber von den positiven Entwicklungen. Zum Beispiel sind meine Leukozyten nicht mehr runtergegangen, ganz im Gegenteil, am Tag der Entlassung lagen Sie bei unglauben 4 Dingsbums je Keine Ahnung was; ich war positiv überrascht.
Außerdem wurde ich vom Rehabilitations-Team des Krankenhaus über die Möglichkeiten einer Reha informiert; mir wurde von 2 Ärzten an's Herz gelegt an einer Reha teilzunehmen um meine körperliche und seelische Fitness nach der Chemotherapie wieder komplett herzustellen.
Wie fühle ich mich jetzt: Bei jedem Schluck, jedem Bissen kommt es mir fast hoch. Bei jedem Aufstoßen oder Husten muß ich mich fast übergeben; aber der Unterschied zum Krankenhaus liegt darin das ich mich bis jetzt zu Hause noch nicht übergeben mußte... Ein Fortschritt.
Dienstag, 20. November 2007
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